Pädagogisches Konzept

Pädagogische Ziele


Unser Ziel ist es, kompetent und liebevoll die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Wir begreifen die Kinder dabei als vollwertige Menschen, die wir respektieren und wertschätzen. Im Vordergrund unserer Pädagogik steht das Kind mit seiner Persönlichkeit, seiner Entwicklung, seinen Erfahrungen und Erlebnissen wahrzunehmen. Unsere Erziehung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Kindes nach Zuwendung – Abstand, Geborgenheit – Freiheit, Bewegung – Ausruhen, nach spielen, sinnlicher Wahrnehmung, mentaler Herausforderung und kreativem Gestalten.


Vertrauen und Geborgenheit


Für Kinder ist das Erfahren von Vertrauen und Geborgenheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Wir sind bemüht den Kindern eine geschützte, liebevolle und bindungsintensive Umgebung zu bieten. Durch eine familienähnliche Atmosphäre erlangen die Kinder schnell Sicherheit und Stabilität. Sie erfahrenen, dass sie stundenweise in der Grosstagespflege schöne Zeit verbringen, aber immer wieder von ihren Eltern abgeholt werden.


Selbstständigkeit und Erfahrung


Kinder wollen selbstständig sein, das heißt, sie wollen laufen können, sich selbst an- oder ausziehen, entscheiden können, mit wem oder was sie spielen usw. Wir fördern diese Selbstständigkeit. Neben dem Spiel gibt es im täglichen Alltag genügend Anlässe Erfahrungen zu sammeln. Bei der Kontaktaufnahme zu anderen, bei der Auswahl von Spielpartner und –Material, bei der Erfüllung kleinerer Aufträge. Wir werden gezielt Hilfe anbieten wo es nötig erscheint, aber vor allem werden wir auch genügend Freiraum für das eigenständige Handeln geben.


Unser Motto ist : „Hilf mir, es selbst zu tun.“


Sprache und Kommunikation


Sprache ist Teil unseres Lebens und fest verwurzelt. Wir reden den ganzen Tag, bei Tisch, beim Spielen, beim Basteln beim Lesen, beim Wickeln, beim Kommen und Gehen miteinander. Kinder lernen das Sprechen durch Hören und durch Nachahmung. Sie üben, indem sie neue Wörter und Sätze immer wieder einsetzen. Je mehr das Kind zum aktiven Sprechen aufgefordert und herausgefordert wird, desto größer wird der Sprachschatz sein. Bilderbuchbetrachtungen gehören zu den wirksamsten Formen der Sprachförderung. Wird diese Betrachtung als Dialog gestaltet, eröffnet sie dem Kind besonders vielfältige Lernchancen. Sie enthält eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen und dient der Wortschatzerweiterung.

Man kann nicht nicht kommunizieren.


"Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren." von Paul Watzlawick



Bewegungsfreude und Naturverbundenheit


Kinder bewegen sich, ausgelassen, tobend und immer zum eigenen Vergnügen. Sie brauchen mehrmals am Tag die Gelegenheit, ihren großen Bewegungsbedürfnissen, wie rennen, toben und springen, nachzukommen. Um sich gesund entwickeln zu können, brauchen Kinder vielseitige, regelmäßige Bewegungsanreize. Die Umwelt, in der Kinder heute aufwachsen, lässt ihnen aber kaum mehr Spielraum für selbständiges auch räumlich freies Handeln. Bei uns gibt es regelmäßige Bewegungsangebote. Sei es drinnen (mit Bällen, Hüpfpferden, Spielebene, Rutschautos oder anderem Bewegungsmaterial) oder im Freien (das Klettern auf die Rutsche oder Klettergerüst.) Der Reiz des draußen Spielens heißt aber auch Erkunden, Ausprobieren, Entwickeln von Phantasien mit und in der Natur. Die Natur dabei zu schätzen und zu schützen, wollen wir unseren Kindern ebenfalls vermitteln.


„Jeder Lernprozess beginnt im eigenen Körper.“ Gerald Hüther



Inklusion - Vielfalt


In unserer Kindertagespflege ist eine Förderung des Zusammenlebens von Kindern aus unterschiedlichen Lebenssituationen selbstverständlich. Inklusion beschreibt eine Pädagogik der Vielfalt, welche sich an den Ressourcen eines jeden Kindes orientiert.

Dies beinhaltet, dass alle Kinder in der Gemeinschaft miteinander und voneinander lernen, Spaß haben, spielen, sich an neuen Sachen ausprobieren und sich Herausforderungen stellen. Dabei ist uns wichtig, dass sich jeder mit seinen Stärken und Schwächen angenommen und wohl fühlt. Wir schaffen Rahmenbedingungen um jedem Kind eine Teilhabe am Gruppengeschehen zu ermöglichen. Dabei steht für uns die Förderung von größtmöglicher Selbständigkeit und eine wirkungsvolle Integrität im Vordergrund.


Lisa ist zu groß, Anna zu klein. Daniel ist zu dick, Emil zu dünn.

Fritz ist zu verschlossen, Flora zu offen. Cornelia ist zu schön, Erwin ist zu hässlich. Hans ist zu dumm, Sabine zu clever. Traudel ist zu alt, Theo ist zu jung. Jeder ist irgendwas zu viel.

Jeder ist irgendwas zu wenig.
Jeder ist irgendwie nicht normal.
Ist hier jemand, der normal ist? Nein, hier ist niemand, der ganz normal ist.

Das ist normal!

(Gedicht von Wilfried Bienek)


 Regelmäßiger Tagesablauf ist wichtig


Gerade kleineren Kindern muss Zeit, Ruhe, Geborgenheit und Regelmäßigkeit gegeben werden. Durch wiederkehrende Rituale bekommen Kinder Sicherheit und einen festen Rahmen, an dem sie sich orientieren können. Aber dennoch, wird jeder Tag nach Verfassung der Kinder, oder dem Wetter individuell und situationsbedingt angepasst.





 

"Hilf mir, es selbst zu tun!"   


(Maria Montessori)



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